Freitag, August 25, 2006

Hü-hüpf!

Ich finde das Landleben toll, auch wenn ich ein Stadtkind bin. Und ich habe während des Aufenthalts in "meiner" schnuckeligen kleinen Ferienwohnung, aus der inzwischen leider wieder ausgezogen bin, alles mit Freude mitgemacht, was das Landleben auf dem schnuckeligen kleinen Bauernhof vor den Toren Elmshorns so mit sich bringt (meine Gastgeber [Namen der Redaktion bekannt] werden das hoffentlich bestätigen).

Ich hab bislang auch tapfer das ertragen, was mir als Stadtkind und Mädchen am Landleben nicht so gefällt. Das sind im Allgemeinen die Tiere, aber nur die mit mehr als vier Beinen. Aber die Motten, Wespen und Fliegen und sogar die Spinnen konnten mich diesmal nicht wirklich schocken. Freitag früh allerdings war ich beim schlaftrunkenen Betreten des Badezimmers doch um einiges schneller wach als sonst. Zur Erläuterung nochmal: Ich bin ein Stadtkind und mit Biene Maja aufgewachsen. Ein Grashüpfer sieht für mich also so aus:

In echt sind die Tierchen nicht so putzig, durfte ich feststellen. Ich finde den Grashüpfer an sich sehr faszinierend, aber er hat nunmal mehr als vier Beine und somit keinerlei Berechtigung, sich in meinem Badezimmer aufzuhalten. Kaputthauen wollte ich ihn nicht - das hätte sicher ein ekeliges Knackgeräusch gemacht, das ich noch Tage später in den Ohren gehabt hätte. Normalerweise löse ich das Problem mit Getier in meinen Räumlichkeiten mit dem panischen Ausruf: "Paaaaaaaaaaaaaaapaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa!!!! Komm mal SCHNELL her!" Papa ist aber grad 350 Kilometer weit weg und wäre frühestens in vier Stunden da gewesen.

Nächster Reflex: Den männlichen Teil meines Gastgeberehepaars (Namen der Redaktion bekannt) zu rufen. Gefahr: Bis ans Lebensende damit gehänselt zu werden, also auch keine Alternative. Auch der weibliche Teil des Gastgeberehepaars hätte das Tier vermutlich ohne mit der Wimper zu zucken entfernt, aber der Stolz hielt mich davon ab.

Also: Besen holen, Flip von der Wand fegen und hektisch den Einkaufskorb drüberwerfen. Erleichtert auf dem Sofa zusammensinken. Überlegen, dass der Einkaufskorb Grifflöcher hat, durch die das Tier eventuell entwischen kann. Hektisch nach einer Decke suchen, nur ein altes Handtuch finden, das drüberwerfen, feststellen, dass es zu klein ist, um beide Löcher gleichzeitig abzudecken, in Panik geraten, hektisch nach Alternativen suchen, Topf und Teller suchen, in einer waghalsigen Umfüll-Aktion Flip in den Topf transferieren und den Deckel drüber werfen. Tier in die Freiheit entlassen.

Tief Luft holen, frühstücken, duschen. (In der Dusche eine abartig große Spinne entdecken, die mir nur noch ein müdes Lächeln entlockt, das also nur am Rande.)

Und für die Insektenfreunde unter uns: Bei der oben beschriebenen Aktion sind keine Tiere zu Schaden gekommen. Und keine Redakteurinnen, aber das interessiert ja sicher sowieso wieder keinen.

(Und wenn Blogspot nicht grad so rumspinnen würde, könnt ich die Geschichte noch viel schöner bebildern. §$%&*'-Technik.)

3 Comments:

At 8/28/2006 12:08:00 nachm., Blogger creezy said...

Hm, die sehen in Wirklichkeit doch auch so aus wie im Film. Was hast Du denn? ;-)

 
At 8/28/2006 12:14:00 nachm., Blogger Kirsten said...

Nicht in Elmshorn, scheint mir. :-)

 
At 8/28/2006 01:28:00 nachm., Blogger creezy said...

Blogspot ist allgemein sehr sensibel, wahrscheinlich eine schlechte Sternkonstellation im Geburtshoroskop. ;-)

Ich hätte die Fotos, wie Du schweiss gebadet auf dem Sofa sitzt natürlich gerne gesehen!!!

 

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